Phenomenology

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By Shigeru Taguchi

Der späte Husserl spricht von dem ,Ur-Ich’ als dem Ich, das der transzendentalen Intersubjektivität in einem gewissen Sinne vorangeht. Dies besagt aber nicht, dass es ein solipsistisches Ich wäre, das dem Anderen einseitig voranginge. Der Terminus ,Ur-Ich’ zeigt vielmehr die Ursprünglichkeit einer asymmetrischen und irreversiblen Relation zwischen Ich und Anderem zugespitzt an. Um dies zu zeigen, befragt die vorliegende Untersuchung das erfahrende Bewusstsein, in dem das Ich sich selbst in einzigartiger Weise gegeben ist. Diese Selbsterfahrung ist uns im gewöhnlichen Leben allzu selbstverständlich, wir sind uns gewissermaßen allzu nahe. Wenn uns diese selbstverständlich gelebte Vertrautheit mit uns selbst als Ur-Ich, als absolutes Medium aller Erfahrung, in einer philosophischen Reflexion eigens vor Augen gestellt wird, erscheint sie uns fremdartig. Die vorliegende Arbeit versucht, die Fremdartigkeit des Phänomens des ,Ur-Ich’ verständlich zu machen, indem sie erstens Husserls Radikalisierung der Epoché nachvollziehbar macht, indem sie zweitens das Phänomen der intentionalen Modifikation (bzw. der ursprünglichen ,Monadisierung’ des Ich) eingehend analysiert und drittens die Bedeutung der apodiktischen Evidenz aus einer neuen Perspektive herausarbeitet.

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Der Terminus ‚nonegologisch’ wird in der vorliegenden Arbeit dahingehend verstanden, daß das Ich in der betreffenden Konzeption keine wesentliche Rolle spielt. Das besagt jedoch nicht, daß sie keinen Ichbegriff hätte. Um dieses Mißverständnis zu vermeiden, spreche ich von ‚non-egologischer’ statt von ‚ichloser’ Phänomenologie. 2 Dabei werden die Texte herangezogen, die etwa von 1902 bis 1910 entstanden sind, als sich vor allem der Begriff der phänomenologischen Reduktion herauskristallisierte.

Der Gegenstand soll ‚an sich’, und doch soll er im Erkenntnisakte ‚gegeben’ sein” (Mat III, 57). Auf diese Frage nach der ‚Möglichkeit der Erkenntnis’ antwortet die phänomenologische Erkenntnistheorie nicht mit einer theoretischen Erklärung im üblichen Sinne, wie etwa eine empiristisch-sensualistische oder eine psychogenetisch-biologische Theorie. Wenn die Erkenntnis nach ihrer Möglichkeit befragt wird, darf sie nicht bereits als bekannt vorausgesetzt werden, als ob damit ihre unbekannten ‚Hintergründe’ untersucht werden sollten.

Sie ist keine Wissenschaft in dem prägnanten Sinne einer Einheit aus theoretischer Erklärung” (XIX/1, 26); vgl. ; XX/1, 283; Mat III, 59. ). 5 „Die Wissenschaft ist die Sphäre des nicht mehr Selbstverständlichen, vielmehr auf Selbstverständlichem Gegründeten. Und nun kommt es darauf an, das Selbstverständliche in passender Weise zusammenzubringen und zu verknüpfen, daß daraus Neues, nicht mehr Selbstverständliches erwachse” (XXIV, 15). ). Die ‚Möglichkeit der Erkenntnis’, nach der die Erkenntnistheorie eigentlich fragt, gehört gerade zu dem ‚Selbstverständlichen und Trivialen’.

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