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By Sherman W. Garnett, Alexander Rahr, Koji Watanabe (auth.)

Die Staaten Zentralasiens haben seit ihrer Unabhängigkeit nicht nur durch den Ölboom am Kaspischen Meer an weltpolitischer Bedeutung gewonnen. Auch das Konfliktpotential ist beträchtlich und mit dem Balkan vergleichbar. Die gegenwärtigen Probleme Zentralasiens sind zudem mit ethnischen, religiösen, wirtschaftlichen und territorialen Konflikten in den Nachbarregionen, wie Russland, China, Afghanistan, Iran und Türkei, verknüpft.
Die drei Autoren aus den Trilateralen Ländern versuchen, neben einer generellen Bestansaufnahme der politischen und wirtschaftlichen Entwicklung der letzten zehn Jahre, präventive Konfliktlösungsmöglichkeiten für den Krisenraum vorzuschlagen.
Kann Zentralasien zu einem Testgebiet für die Europäische Sicherheits- und Verteidigungspolitik werden?

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Herausgeber: Prof. Dr. Dr. h. c. mult. Horst Albach ist Professor der Betriebswirtschaftslehre an der Humboldt-Universität Berlin und Direktor am Wissenschaftszentrum Berlin. Die Autoren sind namhafte Wissenschaftler.

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Der stellvertretende US-Außenminister Strohe Talbott erklärte 1997 unter ausdrücklicher Distanzierung von dem "Great Game", das die Region im 19. Jahrhundert erlebte, als Großbritannien dort gegen Rußland um die Vormacht stritt: "Es ist unser Ziel, diese atavistische Variante zu vermeiden und andere davon aktiv abzuhalten ... " 1 Diese ambitionierte Politik muß jedoch erhebliche Hindernisse überwinden. Viele Staaten der Region stehen vor ernsten Problemen, die ihre Stabilität, ihren Wohlstand und eventuell sogar ihre Existenz bedrohen.

11 Außerdem wird Rußland allem Anschein nach das Rennen um die Versorgung des türkischen Marktes mit Erdgas für sich entscheiden. Die russische Gazprom hat zusammen mit der italienischen ENI mit dem Bau der unterseeischen "Blue Stream"-Pipeline durch das Schwarze Meer in die Türkei begonnen (die Finanzierung aus Italien und Japan wurde Anfang 2000 angekündigt). Der russische Nationale Sicherheitsrat hat den Bau der "Blue Stream"Pipeline an die Spitze seiner Prioritätenliste gesetzt. Wenn Turkmenistan oder Aserbaidschan mit amerikanischer Hilfe im Wettlauf um Gaslieferungen in die Türkei zuvorkommen, könnte Rußland ein für seine Gasindustrie dringend notwendiges Projekt einbüßen, die noch lange zu den tragenden Stützen der russischen Volkswirtschaft gehören wird.

Zugleich müssen die Trassenführung und die Abfolge einer solchen Mehrzahl von Pipelines kommerziell und auch politisch tragfähig sein. Es liegt im Interesse der trilateralen Staaten, Wege zu finden, um die Beteiligung russischer, chinesischer und sogar iranischer Energieunternehmen an der kaspischen Mixtur zu ermutigen. Es ist ein politisch kluger Schritt, breite, multinationale Unternehmenskoalitionen zu bilden, und es macht auch wirtschaftlich Sinn. Diese Koalitionen bringen es den betroffenen Parteien nahe, die Pipelinefrage als eine Chance zu begreifen, bei der alle gewinnen können, und nicht als einen Nullsummen-Wettstreit.

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